Arbeiten in Indien

Sonntag, Juni 14th, 2009 | Auswandern

Spielt man als Mitteleuropäer mit dem Gedanken, sich Arbeit in Indien zu suchen, steht vermutlich nicht der finanzielle Aspekt im Vordergrund. Denn die Einstiegsgehälter für Ingenieure liegen bei etwa 120 Euro im Monat, die für Informatiker bei ungefähr der doppelten Summe.
Zwar sind Grundnahrungsmittel oder der Öffentliche Nahverkehr sehr günstig, doch möchte man einen Lebensstandard halten, der dem in Europa ähnelt – insbesondere in den Metropolen – verschlingt dieser, in erster Linie durch hohe Mieten, ähnliche Summen wie hierzulande.
Ein weites Feld, den beruflichen Einstieg in Indien zu schaffen stellt

die Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit dar.

  • Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit,
  • der Deutsche Entwicklungsdienst,
  • die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe oder
  • der Evangelische Entwicklungsdienst

sind nur einige der Anlaufstellen für Bewerber, die in diesem Bereich tätig werden möchten.
Die besten Chancen auf ein Bewerbungsgespräch bei einem indischen Unternehmen bietet die Initiativbewerbung, da Stellenausschreibungen äußerst selten sind. Über die Deutsch-Indische Handelskammer gelangt man an eine Liste von über 6.000 deutschen Firmen, welche in Indien tätig sind. Möchte man aber bei einem indischen Unternehmen tätig werden, durchstöbert man am besten indische Zeitungsannoncen (am besten über die Internetseiten – Link zu indischen Zeitungen).

Einsehen kann man diese Zeitungen und Zeitschriften beispielsweise über Deutsch-Indische Gesellschaften, welche in 29 deutschen Städten vertreten sind.
Von nicht zu unterschätzendem Vorteil sind selbstverständlich auch Beziehungen – seien sie freundschaftlicher oder familiärer Natur. Hat man so bereits Kontakt zu einheimischen Unternehmen ist die Chance auf einen Einstieg deutlich größer – und sei es vorerst als Praktikant.
Eine Möglichkeit, für kürzere Zeit in den indischen Alltag hineinzuschnuppern bieten die vielfältigen Angebote für Freiwilligenarbeit. Bereits zweiwöchige Kurzaufenthalte sind hier möglich. Die Arbeitskraft des Freiwilligen wird schwerpunktmäßig in den Bereichen Bildung, Kinderfürsorge, Frauenprojekten oder bei Renovierungsarbeiten eingesetzt.
Für junge Menschen nach dem Schulabschluss kann auch ein einjähriger Aufenthalt für den Zivildienst oder ein freiwilliges soziales Jahr in Indien von Interesse sein und bietet die Möglichkeit unbezahlbare Erlebnisse und Erkenntnisse für das weitere Leben zu gewinnen.

Nützliche Internetadressen:

Deutsch-Indische Handelskammer
indien.ahk.de/en/home/
Deutsch-Indische Gesellschaft
www.dig-bundesverband.de
Zivildienst
www.zivi.org
Freiwilliges Soziales Jahr
www.fsj-adia.de
Freiwilligenarbeit
www.freiwilligenarbeit.de
www.travelworks.de

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